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Was ist eine Klangschale?

Viele Menschen haben schon einmal etwas über tibetische Klangschalen gehört, vielleicht schon einmal eine Klangschale in der Hand gehalten, doch wenige wissen Näheres über diese klingenden Boten ferner Kulturen. Klangschalen begegnet man im gesamten Himalaya-Gebiet und in verschiedenen Ländern, wie China, Thailand und Japan. Sie dienen der Meditation, ihr gezielter Ton hilft dabei innere Klarheit zu finden. Die Schalen erreichen ein Gewicht von etwa 150 Gramm bis zu mehreren Kilogramm, und sind im Durchmesser von fünf cm bis ca. 35 cm zu finden. Die traditionell hergestellten Klangschalen sind kunstvolle, aus verschiedenen Metallen gegossene und gehämmerte Metallschalen. Einzigartige und obertonreiche Klänge entlockt man den Schalen, wenn man sie mit einem Schlägel anschlägt oder mit einem Reibeklöppel reibt. Ob die Schale "hell" oder "dunkel" klingt, hängt davon ab, auf welche Weise man die Schale mit einem harten oder weichen Gegenstand zum Klingen bringt. Dementsprechend entwickeln sich Ober- oder Untertöne, die den Grundton der Schale in einer bezaubernden Weise ergänzen und den individuellen Klang einer guten Klangschale ausmachen.



Herkunft der Klangschalen

Die handwerkliche Erzeugung dieser Schalen ist - durch den Wandel der Gesellschaft und der Technik - im Himalaja je nach Gebiet zwischen 1900 und 1940 ausgestorben. Heute findet man nur noch selten gut klingende alte tibetische Klangschalen, denn „alte Schale“ bedeutet nicht automatisch auch „gute Schale“. Die Art und Weise der Schalenherstellung ist nur bruchstückhaft und mündlich überliefert; sie entstammt möglicherweise der Bön-Religion, die vor dem Buddhismus im Himalaja vorherrschte, und wurde vom Buddhismus in diesen Regionen übernommen. Ihre ursprünglich rituelle Bedeutung dürfte die Schale im Laufe der Jahrhunderte verloren haben. Damit verschwand auch die meisterliche Handwerkskunst, solche Schalen herzustellen.

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Letzte Änderung:07.09.2010