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Ayurveda

Ayurveda kommt aus dem Sanskrit und bedeutet  „Wissenschaft vom langen Leben“. Sie stammt aus der uralten vedischen Hochkultur Indiens. Dabei handelt es sich um das älteste, uns bekannte medizinische System der Welt. Durch die seit jahrtausend alten Überlieferungen der großen Rishis (Weisen des alten Indien) wurde ein Wissen weitergegeben, welches entstanden ist durch Beobachtung des Menschen, der Natur, der Jahreszeiten und der Wirkungs-weise der Pflanzen. Im Ayurveda wurde somit eine großartige Behandlungs- und letztlich Lebensweise für den Menschen entwickelt, die in ihrem ganzheitlichen körperlichen und philosophischen Ansatz der symptomatisch orientierten westlichen Behandlungsmethoden an Wirkung weit überlegen ist.

Die traditionelle Ayurveda Medizin kommt aus Indien und ist dort Teil des täglichen Lebens. Genaue Ursprünge dieser Heilkunst sind noch nicht genau geklärt. Das älteste erhaltene schriftliche Werk, die Caraka Samhita, entstammt genauso wie die beiden anderen Hauptwerke der ayurvedischen Traditionsliteratur (Sushruta Samhita, Vagbhata Samhita) der Epoche zwischen 500 v. Chr. bis 1000 n. Chr. Bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. konnten indische Ärzte bereits die Anatomie des Menschen erklären und wussten Bescheid über den menschlichen Verdauungstrakt und den Blutkreislauf.

Doch nicht nur die Wissenschafter waren in Indien ihrer Zeit voraus, auch Mensch und Tier konnten aus den Erkenntnissen der Wissenschaft ihren Nutzen ziehen. In Sri Lanka gab es nämlich schon 427 v. Chr. die ersten Krankenhäuser, in denen mit den besten Heilpflanzen versucht wurde diverse Krankheiten an ihrer Wurzel zu erkennen und zu kurieren. Die traditionelle indische Ayurveda-Medizin, deren schriftliche Aufzeichnungen etwa 3.500 Jahre zurückreichen, kennt als Teil ihres Behandlungsspektrums viele Massagen, die - im Unterschied zur westlichen Massage und mehr noch zu Shiatsu - mit sehr viel warmen Öl ausgeführt werden.

 

Die Doshas

  • Vatta (Wind, Luft)
  • Pitta (Feuer, Wasser)
  • Kapha (Erde, Wasser)

Diese unterschiedlichen Energien bezeichnet man als Doshas. In jedem Organismus sind ein bis zwei Doshas vorherrschend. In einem gesunden Körper mit gesundem Geist sollten die Doshas harmonisch ausgeglichen sein. Ist dies nicht der Fall, dann  gerät der Organismus in Ungleichklang und leidet. Das Ziel aller therapeutischen Maßnahmen ist es deshalb, diese Lebenskräfte und den Fluss des Prana, der unsichtbaren Lebensenergie, die über die Nahrung und Atem in den Körper eintritt, wieder in Einklang zu bringen.

Ein sehr wichtiger Teil der Ayurveda ist die Massage in verschiedensten Formen. In Indien gehört die Massage zum Alltag und so kommt es, dass Mütter ihre Babys massieren und Eltern, Kinder und Großeltern sich gegenseitig mit unterschiedlichen Massagetechniken das Leben erleichtern. Die am weitesten verbreitete Form der Ayurveda Massage ist Abhyanga, die Ganzkörper-Ölmassage. Die Behandlung mit sorgfältig ausgewählten Ölen ist eine Eigenheit der Ayurveda Massage und zeichnet diese in ihrer Wirkungsweise aus, denn das Öl dient nicht nur als Gleitmittel, sondern hat große medizinische Bedeutung.

Aus diesem Grund wird jedes Öl mit Bedacht auf die Konstitution des Patienten, seinen Momentanzustand und die erwünschte Wirkung abgestimmt. Die Wahl des richtigen Öls beeinflusst maßgeblich die Doshas des Organismus. Bei Abhyanga beginnt der Masseur zunächst mit warmen Ölgüssen auf bestimme Körperstellen (Chakren), um dann den ganzen Körper einzuölen und mit gleichmäßigen Streichbewegungen Körper und Geist in Gleichklang zu bringen.

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Letzte Änderung:17.07.2010